Gewaltfreie Kommunikation Kommunikator Teil 7

Gewaltfreie Kommunikation ist wichtig

Die Kolumne für alle, die etwas zu sagen haben Teil 7: Gewaltfreie Kommunikation ist wichtig.

Krieg. Ein Wort, das den meisten von uns Gänsehaut beschert. Außerdem ein Zustand, den niemand braucht. Dennoch ist diese Zumutung menschlichen Versagens wieder neu aufgeflammt. Überdies mitten in Europa, nur wenige hundert Kilometer von unserer Grenze entfernt. Wäre das mit anderen Mitteln der Kommunikation nicht zu verhindern gewesen? Mitunter gibt es immer noch friedliche Lösungswege?

Marshall B. Rosenberg hat der gewaltfreien Kommunikation sein Leben verschrieben. Jedenfalls war er der festen Überzeugung, die Freude am einfühlsamen Geben und Nehmen würde unserem natürlichen Wesen entsprechen. Darüber hinaus beschäftigten den US-amerikanischen Psychologen jahrzehntelang zwei Fragen:

Was geschieht, wenn wir die Verbindung zu unserer einfühlsamen Natur verlieren?  Was, wenn wir uns gewalttätig verhalten?

Wie schaffen es manche Menschen, selbst unter den schwierigsten Bedingungen mit ihrem einfühlsamen Wesen in Kontakt zu bleiben?

Natürliche Einfühlsamkeit

Als Rosenberg begann, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, war er über die entscheidende Rolle der Sprache und des Gebrauchs von Wörtern erstaunt. Bereits früh hatte er einen spezifischen Zugang zur Kommunikation entdeckt, der Menschen dazu führt, „von Herzen zu geben“. Indem wir mit uns selbst und anderen auf eine Weise in Kontakt kommen, die unser natürliches Einfühlungsvermögen zum Ausdruck bringt. Er nannte seine Methode „Gewaltfreie Kommunikation“. Sein gleichnamiges Buch wurde ein Weltbestseller.

Die Macht der Worte

Der Psychologe erkannte schnell, dass viele von uns ihre Art des Sprechens gar nicht als „gewalttätig“ betrachten. Dennoch verletzen verletzen wir andere. Seine Kommunikationstechniken gründen auf sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten. Diese sollen unsere Möglichkeiten erweitern, selbst unter herausforderndsten Umständen menschlich zu bleiben. Ich glaube wir wissen, wer heutzutage viel von Rosenberg lernen könnte. Ein Blick gen Osten reicht. Die Macht der Worte ist größer als wir denken.

Neu gedacht und formuliert

Beim Ausarbeiten seiner Theorie (GFK) hat Rosenberg das Rad keinesfalls neu erfunden. Trotzdem hat er es geschafft, verschiedene Ansätze miteinander zu verbinden. Seine Theorie steht in der Tradition der „klientenzentrierten Psychotherapie“, die von seinem Lehrer Carl Rogers entwickelt wurde. Schon bei Rogers stand das Zuhören im Mittelpunkt. Die gewaltfreie Kommunikation ist allerdings mehr als eine reine Gesprächstherapie. Stark beeinflusst wurde Rosenbergs Arbeit auch von Gandhi und seinen Überlegungen zur Gewaltfreiheit. Diese basieren auf Sammlungen philosophischer Schriften des Hinduismus. Des weiteren finden sich Elemente auch in älteren Konfliktlösungstechniken, wie dem Gütekraft-Konzept von Martin Arnold. Außerdem finden sich Parallelen zur Mediation und den Win-Win-Strategien.

Wir sollen uns erinnern

Die GFK soll uns bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks helfen. Anders gesagt, unsere Art zuzuhören verändern. Empathie, ist Rosenberg zu Folge eine wichtige Grundvoraussetzung gelingender Kommunikation. Er war der Meinung, unter freien Bedingungen würden Menschen die empathische Verbindung zu anderen suchen. Wir sollen uns an etwas zu erinnern, was wir bereits kennen.  Wie war unsere Kommunikation ursprünglich gedacht? Er wollte uns anregen, uns ehrlich und klar auszudrücken. Außerdem sollen wir anderen Menschen unsere respektvolle und einfühlsame Aufmerksamkeit schenken. Auf jeden FAll, war er sich sicher, unsere Kommunikation, hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob wir Empathie für unser Gegenüber entwickeln. Es ging ihm darum, beidseitige Bedürfnisse erfüllen zu können. Ein spannender Ansatz!

Zwei Arten von Kommunikation

Darüber hinaus unterschied er zwei Arten von Kommunikation. Einerseits gab es für ihn die lebensentfremdete Kommunikation, andererseits die gewaltfreie. Zur besseren Veranschaulichung sprach er von der „Wolfssprache“ und der „Giraffensprache“. Lebensentfremdende Kommunikation blockiert die Verbindungen zwischen Menschen. Infolgedessen kann psychische oder physische Gewalt entstehen. Dazu gehören moralische Urteile über Kommunikationspartner, das Anstellen von Vergleichen. Außerdem das Leugnen von Verantwortung sowie das Stellen von Forderungen anstatt von Bitten. Sehen wir uns die aktuelle politische Lage an. Analysieren wir die vorausgegangene Kommunikation an, erkennen wir schnell, dass so ziemlich alles falsch gemacht wurde. Von Profis am internationalen diplomatischen Parkett, sollte man eigentlich etwas anderes erwarten. Möglicherweise hat hier  jemand seinen Rosenberg nicht gelesen!

 

Ich freue mich auf interessante Einsichten Ihrer- und meinerseits,
Ihr Markus Neumeyer

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Marshall Bertram Rosenberg von Etan J. Tal

Marshall Bertram Rosenberg

Marshall Bertram Rosenberg (* 6. Oktober 1934 in Canton, Ohio; † 7. Februar 2015 in Albuquerque, New Mexico) war ein US-amerikanischer Psychologe und international tätiger Mediator. Er entwickelte das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), englisch Nonviolent Communication (NVC), und gründete das gemeinnützige „Center for Nonviolent Communication“. Rosenberg lebte in Albuquerque, New Mexico, USA.

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http://www.lmzukunft.at/LmZ_0322/index.html

Unser Buchtipp

Rosenberg, Marshal B.: Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens

Das Grundlagenwerk – der Bestseller in Gewaltfreier Kommunikation Ohne dass wir es vielleicht beabsichtigen, haben unsere Worte und unsere Art zu sprechen Verletzung und Leid zur Folge – bei anderen und auch bei uns selbst. Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) hilft uns, bewusster zuzuhören und unserem Gegenüber respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken. Gleichzeitig lernen wir, uns ehrlich und klar auszudrücken. Als eine Sprache des Lebens können wir die GFK in der Kommunikation mit allen Menschen, egal welchen Alters, unabhängig von ihrem kulturellen oder religiösen Hintergrund in den unterschiedlichsten Situationen anwenden.

Mit Geschichten, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächssituationen macht Marshall Rosenberg in seinem Buch deutlich, wie sich mithilfe der GFK auch komplexe Kommunikationsprobleme lösen lassen. Für die Neuauflage dieses Bestsellers wurde der Text umfassend überarbeitet und um ein neues Kapitel zum Thema „Konfliktklärung und Mediation“ erweitert. „Das Buch Gewaltfreie Kommunikation kann die Welt verändern. Und wichtiger noch, es kann Ihr Leben verändern.“ – Jack Canfield

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